Einleitung

In der Rehabilitation von kognitiven Defiziten, sogenannten Hirnleistungsstörungen, haben sich neuropsychologische Software-Therapieprogramme seit mehr als 30 Jahren klinisch und ambulant bewährt. 

Aus der Praxis, für die Praxis

Diese Programme basieren auf Fachwissen und praktischer Erfahrung im Bereich der neurologischen Rehabilitation. In der Behandlung kognitiver Defizite werden diese Programme seit vielen Jahren auch in anderen Fachgebieten eingesetzt und eignen sich in Therapie, Training und zur Prävention oder zum Einsatz im Förderunterricht.  

Nach einer neuropsychologischen Diagnostik lassen sich Behandlungsmaßnahmen gezielt auf den Befund abstimmen:

Gesichtsfeldtraining, Wahrnehmungstraining, Konzentrations- bzw. Aufmerksamkeitstraining, Reaktionstraining, Training des Kurzzeit- und Arbeitsgedächtnisses, ein Training exekutiver Funktionen etc. lassen sich mit Hilfe neuropsychologischer Software-Therapieprogramme intensiv und gezielt behandeln.  

Je nach Art der Symptomatik und dem angestrebten Behandlungsziel können Sie ein oder mehrere Programme gezielt auswählen oder auch kombiniert nutzen. 

Vorteil:  Jedes Programm lässt sich durch flexible Einstellungsmöglichkeiten an den individuellen Leistungsstand anpassen, - von „ganz leicht“ bis hin zu hohen Leistungsanforderungen. So kann ein einzelnes Programme durch unterschiedliche Phasen der Rehabilitation begleitend genutzt werden.

Teilweise passen sich die Anforderungen dynamisch, adaptiv (automatisiert) an den individuellen Leistungsstand an. So werden Über- und Unterforderungen vermieden.

Die Therapieprogramme und Aufgabenstellungen basieren auf neuropsychologischen Erkenntnissen und wenden das Wissen in spezifischen Aufgabenstellungen an, um kognitive funktionelle Verarbeitungsprozesse behandeln zu können. 

So werden in konkreten Aufgaben oft die Art und die Menge von Informationen gezielt gesteuert, unterschiedliche Antworteingaben oder Zeitfaktoren flexibel genutzt, um gezielte Verarbeitungsprozesse zu stimulieren. 

Neuropsychologische Software-Therapieprogramme sind kein Spiel, trotzdem liegt der Entwicklung der neuen Programme auch die Erkenntnis zu Grunde, dass Therapie „Spaß“ machen muss, denn sonst wird sie nicht angewandt. 

Das Gehirn benötigt die aktive Beteiligung des Betroffenen, da erst durch den interaktiven Umgang mit den Programmen und eine regelmäßige Verwendung therapeutisch eine Wirkung erzielt werden kann.  Die Rigling-Therapieprogramme wurden darum besonders motivierend gestaltet und erinnern nicht an Aufgaben aus den Bereichen „Kindergarten, Schule, Allgemeinwissen“.  In der Behandlung kognitiver Defizite geht es um eine Aktivierung funktioneller Prozesse, nicht um „Abitur-, oder Wer-wird-Millionär“-Inhalte. 

Vorteil: die Therapieprogramme können unabhängig von Vorbildung oder Alter genutzt werden.  Diese Programme eignen sich praktisch für jedes Lebensalter (6.Lj. – 99),  

PLUS – Therapie kann auch Spaß machen
Mit der besonderen Foto-Gestaltung der neuen Programme Bilder V3, Bild Plus, Partino Plus und Variograph Plus zeigen diese Programme auf einmalige Weise, wie Wahrnehmung, Gesichtsfeldtraining, Aufmerksamkeitstraining und Kurzzeitgedächtnis motivierend und alltagsnah trainiert werden können. 

Optimaler Bedienkomfort und einfach in der Handhabung,

kurze Einarbeitungszeiten, eine einfache Datenspeicherung und eine übersichtliche Darbietung der Verlaufsdaten, die selbstverständlich auch ausgedruckt werden können, erleichtern die praktischen Arbeitsprozesse und unterstützen eine Verlaufsdiagnostik und eine flexible Therapieplanung. 

Einfache Bedienungsanforderungen für Betroffene

Innerhalb der Aufgaben werden oftmals alternative Antwortmöglichkeiten angeboten. Ob der Druck auf eine Leertaste, auf die Pfeiltasten oder eine Mausbedienung vom Programm aus erwartet wird, können Sie unter dem Menü-Punkt TIPPS nachlesen!  

Profiversionen / Homeversionen: 

Profiversionen für Kliniken und Praxen – diese Programmversionen wurden speziell für ausgebildete Neuropsychologen, Ergotherapeuten, Logopäden oder auch Sonderpädagogen entwickelt, die eine professionelle Behandlung von kognitiven Störungen in Kliniken, Praxen oder anderen Institutionen durchführen.  

Insgesamt ist die verfügbare Aufgabenmenge durch Zufallsgenerator und eine beachtliche Menge an Datensätzen im Stande auch Therapieangebote über viele Wochen und Monate immer neu bereitzustellen.

Die verschiedenen Programm-Module ergänzen einander.

Bitte: Weiter unten im Text können Sie mehre über Evaluationsstudien und Erfahrungsberichte nachlesen.

Unter – Tipps – finden Sie eine tabellarische Kurzinformation zu den Programmen!  

PLUS: therapeutisch neue Aufgaben selbst gestalten!

Sie haben eigene Ideen und möchten für Forschung und Therapie Inhalte selbst einbringen?

Die Programme Bild Plus DVD2.A-K, Bilder V3, Partino Plus bieten „Do-it-yourself“-Beschreibungen und geben Ihnen die Möglichkeiten Inhalte eigenständig zu erweitern! Das Programm Variograph Plus enthält einen EDITOR, der einfach zu bedienen ist und Sie können auf diesem Weg mit wenigen Handgriffen für die Aufgabengruppe Visuell Räumliche weitere Kapitel entwickeln.

Diese Programme sind so praktisch offen für Ihre therapeutischen Ideen und Ihre Gestaltung. Die Preisliste weist Einzelplatzlizenz aus, diese sind in der Laufzeit nicht begrenzt, und es können beliebig viele Benutzer angelegt werden.

Für die Ausstattung weiterer Arbeitsplätze finden Sie in der Preisliste gestaffelte Rabattsätze, die sich nach Anzahl der gewünschten Zusatzlizenzen richtet.

Homeversionen für Privatpersonen - bieten die Möglichkeit nach der stationären und ambulanten Behandlung die Therapie zu Hause fortzusetzen. „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist angesichts kurzer Behandlungszeiten oft notwendig,  da die Rehabilitationsmaßnahmen oft enden, bevor eine kognitive Behandlung die Chance hatte neuronale Lernprozesse zu stabilisieren. 

Homeversion: Vier Schlüssel erleichtern hier die Datenverwaltung: Eingangs beschriftet man einen von vier Schlüsseln und sorgt so dafür, dass die Datenspeicherung während der Übungen automatisch erfolgt und die Ergebnisse von Familienmitgliedern nicht mit denen des Betroffenen vermischt werden.

Homeversionen sind auf vier Benutzer (Familienpackung) begrenzt und eignen sich nicht zum Einsatz in Kliniken oder Praxen! Kliniken und Praxen erwerben ausschließlich Nutzungslizenzen für  Profiversionen.

Foto- und Bildgestaltung, ein besonderes PLUS der neuen Rigling-Programme.

Wie arbeitet das menschliche Gehirn? 

Was leisten neuropsychologische Software-Therapieprogramme im Unterschied zu Spielen oder Gehirnjogging?

Evaluationsstudien und Erfahrungsberichte von Therapeuten.

Zwei Zitate aus dem Internet:

„Wenn das Gehirn ein Computer ist, dann ist es der einzige, der mit Glukose läuft, 10 Watt Elektrizität erzeugt und durch ungelernte Arbeiter hergestellt werden kann.“ (David Louis)

Das Gehirn

„Eines der am schwersten zu erforschenden Teile unseres Körpers. Der Schädel scheint nicht nur die Aufgabe zu haben das Gehirn vor Verletzungen zu schützen, sondern auch vor den Blicken neugieriger Neurowissenschaftler. Und wenn man dann endlich einmal hineingelangt ist, dann hat das was man an Strukturen sieht, nicht sehr viel damit zu tun, was diese Strukturen tun. Das Herz macht es einem da sehr viel leichter. Es sieht aus wie eine Pumpe und arbeitet wie eine.

Das Gehirn sieht aus wie nichts anderes und arbeitet wie nichts anderes und ist das einzige Ding auf der Welt, das es schafft über SICH SELBST nachzudenken und das macht es: EIN-MALIG“ (Robert Ornstein)

(Zitate aus der Internetseite DenkZeichen)

Das Gehirn ist ein besonderes und komplexes Organ, das biologisch alle lebenswichtigen Funktionen des Körpers steuert und nicht weniger lebenswichtig: Denken – Wissen – Gefühle, unsere Persönlichkeit, unser Planen, Handeln, Humor, Kreativität, Träumen, Bewusstsein, Kommunikation und Interaktion – kurzum unser „ICH“ – stets lernend,  agierend und reagierend lebendig gestaltet: unverzichtbar, einmalig, individuell unersetzlich und voller Wunder. Ein Teil dieser Wunder lassen sich heute mit modernen technischen Möglichkeiten „beobachten“, andere durch neuropsychologische Untersuchungen erschließen oder auch behandeln, aber: verglichen mit der Erforschung des Universums, gibt es noch viele offene Fragen. Wie entsteht unser Bewusstsein? Welche Entscheidungen treffe ICH oder welche entscheidet das Gehirn ohne uns zu fragen? Die Erforschung der Zusammenhänge von GEHIRN – DENKEN – VERHALTEN – GEFÜHLE wird auch künftig noch viele neue Erkenntnisse bringen.

So faszinierend und vielfältig die Leistungen des Gehirns sind, so empfindlich reagiert es auf Verletzungen und Erkrankungen. Abhängig von Art, Ausmaß und Lokalisation einer Schädigung können besonders sensorische, motorische, sprachliche, emotionale und kognitive  Funktionsstörungen die Folge sein, und massiv die Arbeitsfähigkeit, das Alltagsleben und die Lebensqualität beeinträchtigen, selbst wenn „nur“ kognitive Teilfunktionen wie z.B. Aufmerksamkeitsstörungen diagnostisch festgestellt werden.

Kognitive Leistungen und Defizite entziehen sich weitgehend der Selbstbeobachtung und können nicht wie Fieber mal rasch mit Hilfe eines Thermometers gemessen werden.

Mit Hilfe von neuropsychologischen Tests können kognitive Leistungen und funktionelle Defizite fachgerecht gemessen und begutachtet werden. Diese Tests entsprechen den wissenschaftlichen Anforderungen und können mit Hilfe von Normen auch Auskunft darüber geben, ob Leistungen dem Alter entsprechen, oder ob Werte für eine krankheitsbedingte Veränderung sprechen. Eine solche Begutachtung kann nur von Neuropsychologen vorgenommen werden.

(Lassen Sie sich nicht durch Zeitungen, Spielekonsolen oder sonstige Software zu der Annahme verführen, Sie könnten einer solchen Aussage Glauben schenken!)

Kognitive Defizite wie z.B. Aufmerksamkeitsstörungen, eine Verlangsamung in der Informationsverarbeitung, Gedächtnisstörungen, Wahrnehmungsdefizite sind nach einer Hirnerkrankung nicht mit dem vergleichbar, was ein gesunder Mensch z.B. nach mangelndem Schlaf oder unter Stress in einzelnen Situationen mal erleben kann.

„Nun konzentrier Dich doch mal!” hilft nicht weiter.

Mit Hilfe einer neuropsychologischen Diagnostik können differenziert funktionelle kognitive Störungen, Leistungsschwächen und Leistungsstärken beurteilt werden. Wer also subjektiv den Eindruck hat, dass z.B. Gedächtnisleistungen nachgelassen haben und deswegen besorgt ist, kann und sollte sich ärztlich beraten und neuropsychologisch untersuchen lassen, um abzuklären ob z.B. häufig wiederkehrende Konzentrations- und Gedächtnisstörungen dem Alter angemessen sind , wirklich Krankheitswert besitzen und vielleicht medizinisch-neuropsychologisch behandlungsbedürftig sind.

Die Untersuchungsmethoden und die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den vergangenen 30 Jahren medizinisch und neuropsychologisch ganz erheblich gewandelt, - und je mehr wir über die Zusammenhänge von „Gehirn und Verhalten“ erfahren und verstehen, desto mehr eröffnen sich auch Chancen in der Diagnostik und Rehabilitation von Hirnfunktionsstörungen, nach erworbenen Hirnschädigungen. Es gibt keine Wunderheilung, aber in Teilen gute Behandlungsmöglichkeiten.

Die Entwicklung und Weiterentwicklung von computergestützten Verfahren zur Rehabilitation von kognitiven Defiziten bietet nach heutigem Stand eine solide Möglichkeit Teilbereiche gezielt zu trainieren und abgestimmt auf die neuropsychologischen diagnostischen Erkenntnisse Behandlungserfolge zu fördern.

So wie ein einzelnes Medikament nicht alle körperlichen Leiden lindern oder heilen kann, können neuropsychologische Software-Therapieverfahren den  komplexen Hirnleistungen des Gehirns kein Allround-Therapie-Verfahren anbieten und können leider nicht jedem kognitiven Leiden eine Heilung in Aussicht stellen, zumal die Heilungschancen auch durch das Ausmaß der vorangegangen Schädigung oder mögliche voranschreitende Krankheits- und Alterungsprozesse individuell begrenzt sein kann. 

Welches Programm, welche Übungseinstellung, oder welche Programme kombiniert die besten Fortschritte in der Rehabilitation begünstigen, ob es darum geht eine Besserung zu erreichen oder erreichte Therapieerfolge zu stabilisieren sprechen Betroffene und Angehörige bitte mit den behandelnden Therapeuten ab.  

Wir wissen heute:

Das Gehirn besitzt die Fähigkeit lebenslänglich zu lernen und kann sich flexibel an neue Anforderungen anpassen. Man spricht hierbei von der Plastizität des Gehirns.

Intensive Lernprozesse und gezielte Stimulationen beeinflussen

a) die Größe eines Areals im Gehirn, das während eines Arbeitsprozesses aktiviert wird, d.h. Erregungsmuster können nachweislich mehr Nervenzellen in eine Aktivität einbeziehen und in bildgebenden Verfahren zeigen sich entsprechende Veränderungen der Aktivierungsmuster,

b) die an Aktionen beteiligten neuronalen Netzwerke können sich verlagern, d.h. die Erregungsmuster können zusätzlich andere Areale kompensatorisch aktivieren und nutzen.

c) Bis ins hohe Alter können sogar noch neue synaptische Verbindungen wachsen und damit Lernerfolge festigen.

Mit welchen Rehabilitationsmöglichkeiten man welche biologischen Prozesse im Detail stimulieren, restaurieren oder kompensieren kann, ist noch nicht hinreichend geklärt.

Die Erforschung von „Gehirn und Verhalten“, „Gehirnerkrankung und Rehabilitation“ haben in den vergangenen 30 Jahren – bildlich gesprochen – ein immens wichtiges Tor geöffnet, die Welt dahinter haben wir gerade erst angefangen zu entdecken.

Forschungsergebnisse und klinischen Erfahrungen belegen, dass der Einsatz neuropsychologischer Therapieprogramme wesentlich dazu beitragen kann kognitive Leistungen zu verbessern und erreichte Therapieziele zu stabilisieren. 

In einer Zeit, in der stationäre und ambulante Therapiemaßnahmen immer weiter gekürzt werden, fragt man sich allerdings, auf welchem Wege eine schnelle Wunderheilung erreicht werden soll. Patienten und Angehörige fühlen sich längst allein gelassen. Nennt man das nicht „Unterlassene Hilfeleistung“? 

Studien und Meinungen

In einer Evaluationsstudie, an der 84 Patienten teilnahmen, die unter einer kognitiven Verlangsamung nach Schädelhirntrauma litten, konnte bereits 1992 belegt werden, dass Rigling-Therapieprogramme, nach einem 4-8 wöchigen Training, bei 80-90% der Patienten nachweislich zu einer bedeutsamen Leistungssteigerung geführt haben.

Zusätzlich ergab eine Nachuntersuchung mit 15 Patienten, dass die erreichte Leistungssteigerung auch 11 Monate später noch stabil nachweisbar war.

Ulrich Poser, Joachim Köhler, Peter Sedlmaier, Adelheid Strätz „Evaluierung eines neuropsychologischen Funktionstraining bei Patienten mit kognitiver Verlangsamung nach Schädelhirntraumen“, Zeitschrift für Neuropsychologie, 1992, 1, Heft 1, S. 3 – 24

Studie in der Gerontologie

In einer Studie von S. Bodenburg und U. Technow bestätigte sich 1992 ebenfalls, dass die Rigling-Therapieprogramme sich auch für ältere Menschen in der Geriatrischen Rehabilitation eignen und zu einer deutlichen Besserung beitragen.

Auch Patienten mit visuellem Neglect oder Hemianopsie nach einem rechtshirnigen Insult profitieren von Reha-Maßnahmen mit Rigling-Therapieprogrammen.

S. Bodenburg und U. Technow „Neuropsychologische Therapie am Computer mit alten Menschen“, Zeitschrift für Gerontologie, 7.Gerontol 25:255-258

Aus der praktischen Erfahrung:

„Als Psychologe arbeite ich seit Jahren mit Menschen zusammen, welche unterschiedlichste Formen von Konzentrationsstörungen aufweisen. Im Wissen um die Plastizität des Gehirns ist die Frage, welche neuropsychologische Therapieprogramme zum Aufbau der kognitiven Leistungsfähigkeiten eine therapeutische Wirkung aufweist, von großer Bedeutung. Dabei ist wesentlich, dass die Programme sowohl in der Praxis wie auch für den Patienten zu Hause anwendbar sind. Seit gut einem Jahr arbeite ich nun mit den Programmen von Petra Rigling. Speziell für ADHS-Betroffene kommen dabei die Programme Konzentration (*)und Wahrnehmung (**) zum Einsatz. Aus folgenden Gründen sind die Therapieprogramme von Petra Rigling empfehlenswert: 

a) Die Software ist einfach und ohne große Vorkenntnisse auf einem Heimcomputer installierbar, 

b) der Anwendungsbeschrieb zu den Therapieprogrammen ist einfach und gut verständlich, 

c) die einzelnen Programme weisen eine Vielzahl von Übungsmöglichkeiten auf, so dass auch nach längerem Therapieeinsatz keine Langweile aufkommt und 

d) die Patienten, mit denen ich arbeite, möchten stets wissen, ob sich ihr kognitives Leistungsvermögen auch tatsächlich verbessert. 

Das in den Rigling-Programmen zugrundeliegende Konzept bietet die Möglichkeit, verlässliche Aussagen über den Therapieverlauf zu machen. 

Die Angaben in Zahlen und Grafiken sind auch ohne großes Fachwissen verständlich. Abschließend kann gesagt werden, dass Personen welche ihre kognitive Leistungen (Konzentration, Aufmerksamkeit, Reaktion usw.) verbessern möchte, mit dem Therapiekonzept von Petra Rigling ein praktikables, wirkungsvolles wie auch preiswertes Programmangebot vorfinden.“

Dr. rer. nat Jürg Spycher
Psychologe, Schweiz

 

 *  KONZENRATION, neue Ausgabe: „Jeton-Home“

** WAHRNEHMUNG, neue Ausgabe: „Bilder V3 – Home“ inkl. Fotomaterial

Aus der praktischen Erfahrung:

„Als klinischer Neuropsychologe verwende ich die Rigling-Programme schon seit vielen Jahren in der Klinik und auch in meiner Praxis gern und erfolgreich. Eine Fortsetzung der Therapie zu Hause empfehle ich gelegentlich, damit am Ende der Reha-Maßnahmen die kognitiven Leistungen weiter verbessert oder mindestens stabilisiert werden. Im Unterschied zu Gehirn-Jogging-Programmen steht hier ein wissenschaftliches Konzept im Vordergrund, das spezifischen Trainingsmaßnahmen empfiehlt. Da die Therapiezeiten in Kliniken und in der Nachsorge immer kürzer werden, ist es durchaus sinnvoll zu Hause weiter zu trainieren, damit erreichte Erfolge stabilisiert werden bzw. noch weitere Verbesserungen erarbeitet werden können. Es ist wenig sinnvoll irgendwelche Spiele vom Markt zu greifen, besser ist es bewährte Therapieprogramme einzusetzen. Aus meiner praktischen Erfahrung kann ich diese und andere Programme von Petra Rigling empfehlen. Schade, dass nur wenige Krankenkassen die Kosten übernehmen, aber manchmal klappt es trotzdem, also ruhig einen Antrag auf Kostenübernahme versuchen!“

Gerhard Müller, Zentrum für Klinische Neuropsychologie, Würzburg
Dipl.-Psychologe, Neuropsychologe

 

Therapieprogramme intensivieren ein funktionelles Training und bieten durch eine gezielte Steuerung von Reiz-Reaktionsaufgaben völlig andere Trainingsmöglichkeiten, als beispielsweise Aufgaben, die mit „Papier- und Bleistift“ zu lösen wären.

Die Intensität, die Übungsdichte und die notwendige Menge an Übungsaufgaben sind im Vergleich zu Papier-Aufgaben nicht durch Stapel an Büchern zu ersetzen.

Einzelne Übungsblätter besitzen nicht die „Zauberkraft“ nachhaltig Veränderungen  im Gehirn zu bewirken. – Ein Lottoschein mit 6-Richtigen, ein Arbeitsvertrag, eine Heiratsurkunde o.ä. Papiere können vielleicht das „ganze Leben“ verändern, - aber in Bezug auf kognitives Training haben einzelne Aufgaben, z.B. in Zeitungen, Büchlein keine Wirkung, sie können allenfalls einen Augenblick beschäftigen.   

Allgemein empfiehlt man heute:

Ein regelmäßiges und intensives Training von 15 – 30 Minuten pro Tag, über eine Dauer von mindestens 4 – 8 Wochen, das ist nach heutigem Wissen weitaus besser als ein „5-Tage-Dauer-Marathon-dann-Nase-voll-und-Ende“, denn das Gehirn arbeitet nicht wie ein Muskel.

Hier gilt nicht „viel hilft viel“ oder „anstrengen bis der Arzt kommt“, - in der Rehabilitation von hirnorganisch bedingten Störungen gilt vielmehr: aufhören, wenn es spürbar anstrengt, wenn man sich ermüdet fühlt bitte sofort aufhören und: lieber weniger und dafür regelmäßig üben, das Gehirn benötigt Zeit zum Lernen und nicht Druck.

Mythen 

und Alltagempfehlungen wie „täglich Kreuzworträtsel, Sudoku, Gehirnjogging“ sind für ein gesundes Gehirn vielleicht amüsant, aber neuropsychologisch betrachtet sehr einseitig und nicht wirklich hilfreich. Auch für Gesunde bieten diese Angebote weniger einen „kognitiver Jungbrunnen“ als die Werbung verspricht.

Gesunde, die sich ein Stück „geistige Fitness“ gönnen möchten, können dies nachweislich weitaus besser erreichen, wenn sie sich entscheiden neben sportlichen Aktivitäten und einer ausgewogenen gesunden Ernährung ein Musikinstrument zu erlernen, eine neue Fremdsprache zu erlernen, kreativ etwas Neues beginnen, mit Freunden Schach zu spielen, zum Tanzen zu gehen und sich sozial nicht zu isolieren, sondern die Gemeinschaft mit anderen zu pflegen!

Jagen Sie nicht vermeintlichen IQ-Punkten hinterher, - Intelligenz ist nichts, was man mit „200 Gramm, in Scheiben oder am Stück“ einkaufen kann und ist in der Begrenzung auf Sudoku, Kreuzworträtsel oder irgendein Logikspiel eine klare Einbahnstraße.

Es ist erstaunlich, welcher Markt mit der „Angst vor einer möglichen Demenz“ entstanden und rasant gewachsen ist, - prüfen Sie bitte selbstkritisch, ob die angebotenen Aufgaben wenigstens Spaß machen, die Wirkung ist allemal umstritten.

In der kognitiven Rehabilitation ist es nicht ratsam auf derartige Spiele und Bücher zurückzugreifen, sie sich primär an GESUNDE wenden. Diese Übungen können in der Rehabilitation angewandt sogar schädlich sein. Die Bücher und Spiele wenden sich an GESUNDE, greifen Beurteilungen aus der Luft wie „Sie haben ein Gedächtnis eines 80-jährigen“ oder „einen IQ über 130“ und geben sich spielerisch den Anstrich sie könnten eine Aussage treffen, die gemessen an psychologischen Tests absolut unverantwortlich sind, - für Gesunde im Spiel ein Scherzartikel, aber für Patienten nach einem Schlaganfall eine KEULE, die Hoffnungen zerstören und sinnvolles Arbeiten blockieren kann.

Aufgaben für Gesunde bieten in aller Regel a) einen Schwierigkeitsgrad, der zu hoch und zu schnell auf ein Maß der Überforderung ansteigt, b) inhaltlich nur selten das, was im Titel des Produkts versprochen wird, c) Aufgaben die inhaltlich vielleicht an Schule, Quiz  oder Testmaterialien erinnern, aber im therapeutischen Sinne keine grundlegenden Prozesse trainieren und d) Fantasiebewertungen, die eher dazu geeignet sind auch  Gesunde vom Kauf der Nachfolgeprodukte zu überzeugen, als verantwortlich mit den Entwicklungsmöglichkeiten und Grenzen des kognitiven Leistungsvermögens umzugehen.  

Bitte: An Stelle von Krankengymnastik würde man keinem Patienten ein Surfbrett, ein Snowboard oder Abo in der „Mucki-Bude“ schenken.

Bildlich gesprochen:

Ginge es darum die Verkehrssituation im Land zu verbessern, dann würde man vielleicht Autobahnen mehrspurig anlegen, oder neue Straßen bauen um den Verkehr auch in unterschiedliche Gegenden zu leiten und würde mit Hilfe von gut platzierten Temposchildern versuchen einen Stau zu vermeiden.

Völlig uninteressant wäre dabei die Ladung der Fahrzeuge oder die Anzahl der Mitfahrer.

Übertragen auf Therapieprogramme: In neuropsychologischen Therapieprogrammen wollen wir die Aufmerksamkeit auf Informationen, die Informationsverarbeitung, die Genauigkeit und die Geschwindigkeit mit der Informationen verarbeitet werden verbessern, kurzum Prozesse trainieren die visuell und akustisch die grundlegenden Prozesse der Informationsverarbeitung leisten, - und dazu benötigen wir KEIN inhaltliches Training von Schulwissen oder aus dem Bereich Allgemeinwissen. Ein Training mit „Logik-Aufgaben“ wäre so verfehlt, als wollte man beim Hausbau mit den Arbeiten am Dach beginnen.

Wichtiger ist dabei, dass die Teilprozesse, die trainiert werden sollen möglichst störungsfrei und intensiv geübt werden können, - darum werden akustische Spielereien, tanzende Micky-Mäuse oder explodierende Gimmicks NICHT vorkommen, sie würde nur ablenken und Lernprozesse verhindern.

Wenn Angehörige wirklich „helfen“ wollen, dann lassen Sie sich bitte von den behandelnden Fachtherapeuten beraten.

Individuelle Behandlungspläne und angemessene Trainingsmöglichkeiten beginnen mit dem berühmten ersten Schritt und nicht „blind irgendwo und irgendwie“.

Je besser Diagnostik und Therapie aufeinander abgestimmt sind, desto zielgerichteter können Therapiemaßnahmen greifen und zu den besten möglichen Ergebnissen führen.

Therapieprogramme und Prävention:

Kognitive Leistungen wie z.B. visuelle Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnis oder die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und das Reaktionstempo gehören zu den wichtigsten und grundlegenden kognitiven  Leistungen, die in Alltagsleben und Beruf immens wichtig sind, aber – leider - a) nicht „heute trainiert“ und auf Jahre quasi „bevorratet“ werden und b) mit Alterungsprozessen oder fortschreitenden Krankheitsprozessen, wie z.B. im Zusammenhang mit MS oder beginnender Demenz sich erneut verändert oder auch verschlechtern können. Diese kognitiven Leistungen sollten darum nicht nur im Rahmen einer akuten Reha-Maßnahme trainiert werden, sondern auch präventiv „immer mal wieder“,  fortgeführt benutzt werden sollten.

Ob es sinnvoller ist Therapieprogramme „einmal pro Woche“ oder „pro Quartal, 3 Wochen täglich 20 Minuten“ ist bisher noch unerforscht.

Nur in Einem sind sich Fachleute sicher: es lohnt sich Therapieprogramme auch präventiv zu nutzen.

Unsere Empfehlung: Programme wie Partino Plus, Bild Plus, Garten, Bilder V3 und Variograph Plus eignen sich auch für Langzeitmaßnahmen und wurden besonders abwechslungsreich gestaltet.

Wenn Ihnen die Programme zusagen, wenn Sie Verbesserungen vorschlagen mögen oder uns Ihre Erfahrungen im Umgang mit den Programmen mitteilen mögen, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung!

Mit besten Grüßen

Petra Rigling
Dipl.-Psych.
Dipl. Soz.-Päd.